Eine zeitlose Verwandlung
Dies ist ein vollständig umgesetztes Projekt, eines der umfassendsten in meinem Portfolio. Der Bungalow wurde von Grund auf neu gestaltet, wobei jedes Element als stimmiges Ganzes konzipiert wurde: Architektur, Innenausstattung, Terrasse und Garten. Die Inspiration stammt aus Apulien – von den dortigen Materialien, dem Licht und der Art und Weise, wie das Leben zwischen Innen und Außen fließt. Das Design sprach sofort die richtigen Käufer an und führte zu einem raschen Verkauf, wie der Makler bestätigte.
Eine zeitlose Transformation: Vom 60er-Jahre-Bungalow zum modernen biophilen Zuhause
Einst ein bescheidener und veralteter Bungalow aus den 1960er Jahren, wurde dieses Haus von Grund auf neu gestaltet. Die Vorgabe war ehrgeizig: ein zukunftsfähiges, lichtdurchflutetes Zuhause, das sich innen wie außen eng mit seiner Umgebung verbunden anfühlt.
Das Design wurde von zwanzig Jahren Reisen nach Apulien und dem Leben mit diesem Ort im Hinterkopf inspiriert. Travertinböden, warmes Eichenholz, Naturstein und weiß getünchte Wände bringen diese südländische Atmosphäre in das niederländische Klima – mit Materialien, die sowohl aufgrund ihrer Schönheit als auch ihrer Eignung für die Niederlande ausgewählt wurden. Das Ergebnis ist ein Zuhause, das Ruhe, Bodenständigkeit und Zeitlosigkeit ausstrahlt, in dem jede Entscheidung im Hinblick auf das Gesamtbild getroffen wurde.
Original-Bungalow aus den sechziger Jahren.
Layout des Designs
Die Vorgaben waren klar und ehrgeizig. Die Eigentümer wünschten sich einen großen, offenen Küchen- und Essbereich – einen Raum, der ganz auf gemeinsames Kochen und lange Abende am Tisch ausgelegt ist. Eine Speisekammer mit reichlich Stauraum. Im vorderen Bereich einen ruhigeren Fernseh- und Leseraum als Rückzugsort vom Hauptwohnbereich. Eine 30 m² große überdachte Terrasse auf der Rückseite, mit Vorrichtungen für eine Außenküche. Zwei Schlafzimmer: eine Master-Suite mit eigenem Bad, Sauna und begehbarem Kleiderschrank sowie ein Gästezimmer mit eigenem Bad und freistehender Badewanne. Zwei Home-Offices, eines davon komplett eigenständig mit separatem Eingang, Kochnische und WC. Im gesamten Haus: natürliche Materialien, neutrale Farbtöne und so viel Verbindung zum Außenbereich wie möglich.
Anmerkung zum Entwurf
Im gesamten Haus habe ich mich bewusst dafür entschieden, alle Fenstertüren nach innen statt nach außen öffnen zu lassen, was in den Niederlanden ungewöhnlich ist. Dadurch konnte ich außen integrierte Rollläden anbringen, die in eine Lüftungsposition gebracht werden können.
Das Ergebnis ist, dass die Türen Tag und Nacht offen bleiben können, insbesondere im Sommer, wodurch ein natürlicher Luftstrom durch das Haus entsteht, ohne dass eine mechanische Kühlung erforderlich ist.Es ist eine kleine Entscheidung, die den meisten Menschen gar nicht auffällt, die aber darüber entscheidet, wie man sich im Haus im Alltag fühlt.
Materialien & Kohärenz
Eine der ersten Entscheidungen bei diesem Projekt war es, mit einer sehr begrenzten Auswahl an Materialien zu arbeiten und diese im gesamten Haus einheitlich einzusetzen. Der Boden aus Travertin mit quer verlaufenden Schnitten erstreckt sich vom Eingangsbereich durch alle Räume und ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.
Alle Wände, Decken, Türen und Einbauschränke sind in RAL 9010 gehalten, einem Weiß, das in Designerkreisen gelegentlich als zu naheliegend oder einfallslos abgetan wird. Dem stimme ich nicht zu. Im niederländischen Klima mit seinem kühlen, diffusen Licht ist es dennoch ein neutrales Weiß, das einem Raum echte Wärme verleiht.
Die Eichenholzoptik im Kleiderschrank, im kleinen Badezimmer, in der Speisekammer und im Heimbüro stammt von Unilin Master Oak – einem Material, das von echtem Eichenfurnier nicht zu unterscheiden ist, aber absolut farbecht und kratzfest ist und zu 100 % aus recyceltem Material besteht.
Glastüren und nach innen öffnende Fenstertüren finden sich in jedem Bereich des Hauses wieder. Die Zurückhaltung bei der Materialauswahl verleiht dem Haus seine Einheitlichkeit.
Die Küche
Die Küche ist das Herzstück dieses Hauses, und genau so wurde sie auch gestaltet. Eine abgerundete Insel aus Dekton-Stein bildet den Mittelpunkt des Raumes – sanft in der Form, großzügig in der Nutzung. Die Rückwand aus Naturstein sorgt für Wärme und Struktur und ist eine dezente Anspielung auf die Materialien, die ich seit langem mit Apulien verbinde. Mattweiße Schränke in RAL 9010 und quer geschnittene Travertinfliesen sorgen für eine ruhige und geerdete Farbpalette. Ein Oberlicht füllt den Raum den ganzen Tag über mit natürlichem Licht, das über den Stein und die Rundungen tanzt und den Raum zu jeder Stunde anders wirken lässt.
Die Küche hat eine Schiebetür. Dahinter offenbart das Haus eine ganz andere Art von Großzügigkeit.
Die Speisekammer
Ein Haus, das so durchdacht wirkt, funktioniert nur, wenn auch die Teile, die man nicht sieht, ebenso gut gelöst sind. Die Speisekammer wurde als Herzstück des Hauses konzipiert: großzügig, praktisch und bis ins Detail durchdacht.
Entlang der gesamten rechten Wand erstreckt sich ein Regalsystem in voller Höhe.
Ein Liebherr-Kühl-Gefrierkombination, ein Weinkühlschrank, ein Rollwagen mit Schneidebrett und eine tiefe Edelstahlspüle mit eingebautem Wasserenthärter für das ganze Haus haben hier ihren festen Platz.
Hier gibt es zwar keine Fenster, doch dank einer LED-Tageslichtleiste an der Decke wirkt der Raum hell und lädt zum Arbeiten ein – ein kleines Detail, das einen großen Unterschied macht. Von diesem Raum aus bleibt es in der Küche ruhig.
Der Essbereich
Der runde Esstisch war eine bewusste Wahl; er gibt den Ton an, wie dieser Raum genutzt werden soll. Die Eigentümer kochen gerne mit Freunden und verweilen gerne am Tisch, und der Raum wurde genau darauf ausgerichtet. Licht fällt durch die Fenstertüren und das Seitenfenster herein, sodass sich der Essbereich zu jeder Tageszeit mit dem Garten verbunden anfühlt. Der Juteteppich darunter verleiht dem Raum Bodenhaftung und mildert den Travertinboden. Er bietet bequem Platz für sechs Personen, was genau ihren Vorstellungen entsprach.
Das Hauptschlafzimmer
Das Hauptschlafzimmer wurde nach einem einfachen Tagesrhythmus gestaltet. Die Fenstertüren führen direkt zum Pool und sind bewusst so angeordnet, dass es ganz selbstverständlich ist, den Morgen mit einem Bad zu beginnen. Kehrt man ins Haus zurück, bietet der Raum Ruhe. Hinter der Wand mit dem Kleiderschrank verbirgt sich das eigene Bad mit Sauna, wodurch das Schlafzimmer zu einem ruhigen Bindeglied zwischen Wasser, Wärme und Erholung wird.
Der Kleiderschrank erstreckt sich über die gesamte Breite der Wand; grifflose weiße Paneele mit offenen Nischen aus warmer Eiche fügen sich nahtlos ein, sodass selbst der Stauraum Teil der ruhigen Atmosphäre wird. Eine Schiebetür trennt das Badezimmer ab, ohne die Linienführung des Raumes zu unterbrechen.
Die großen Flügeltüren, die von durchsichtigen, raumhohen Vorhängen umrahmt werden, verbinden den Innenraum nahtlos mit dem Außenpoolbereich und lassen viel natürliches Licht herein.
Master-Badezimmer
Das Bad wurde als Erweiterung der Ruhe des Schlafzimmers konzipiert – ein Ort, an dem man den Tag bewusst beginnen und ausklingen lassen kann. Die Duschkabine ist mit Beton Ciré verkleidet, einem Material, das zugleich rustikal und warm wirkt. Die Sauna bietet sowohl eine traditionelle als auch eine Infrarot-Option, sodass sie sich ganz nach Ihrem Tagesbefinden anpassen lässt. Ein Doppelwaschtisch von Villeroy & Boch rundet den Raum ab und bietet ausreichend Platz, um die morgendliche Routine ganz ohne Eile zu erledigen.
Baden im Licht
Das zweite Badezimmer wird von einer freistehenden Badewanne von Albion Baths geprägt, die in England auf Bestellung handgefertigt wurde. Ein direkt darüber angebrachtes Oberlicht durchflutet den Raum mit Tageslicht und macht ihn zu einem Ort, der eher zur Ruhe als zur Effizienz einlädt. Je nach Tag dient es sowohl dem Gästezimmer als auch den Hausbesitzern selbst.
Büro
Beide Eigentümer arbeiten von zu Hause aus, und das stand von Beginn an fest. Die beiden Büros wurden so gestaltet, dass sie sich wie ein natürlicher Teil des Hauses anfühlen – keine nachträglichen Einfälle, sondern Räume, die mit derselben Sorgfalt und Materialqualität gestaltet wurden wie der Rest des Hauses.
Das größere Büro verfügt über einen eigenen Eingang, eine Kochnische und eine separate Toilette, sodass es sich ideal für Kundenbesuche oder Tage eignet, an denen man sich ganz auf die Arbeit konzentrieren möchte. Im Mittelpunkt steht ein Schreibtisch aus massiver Eiche – bewusst großzügig gestaltet, da der Eigentümer einfach den Platz brauchte, um in Ruhe nachzudenken und in großem Stil zu arbeiten. Maßgefertigte Schränke aus lackiertem Eichenfurnier säumen die Wände und bieten reichlich Stauraum, ohne den Raum optisch zu überladen.

Home Office mit Einrichtungen und separatem Eingang

Kleines Heimbüro
Das kleinere Büro strahlt eine ruhigere Atmosphäre aus und wird durch ein Oberlicht von oben beleuchtet, das den Raum hell hält, ohne abzulenken. Ein Ort, an dem man sich konzentrieren und kreativ sein kann.
Eingangshalle

Einbauschrank
Der Eingangsbereich gibt den Ton für alles an, was folgt. Der Travertinboden setzt sich vom Außenbereich fort, die Wände sind wie in allen anderen Räumen in RAL 9010 gehalten, und die Glastüren links und rechts, die maßgefertigt wurden, um exakt mit den Sockelleisten abzuschließen, führen sowohl in den Wohnbereich als auch in das kleine Büro. Ein durchgehender Einbauschrank bietet den Stauraum, den man in einem Bungalow immer gut gebrauchen kann.
Die Schlafzimmertür am anderen Ende bietet einen Blick auf den Garten. Hier gibt es keine großen Ankündigungen. Es fühlt sich einfach von dem Moment an richtig an, in dem man eintritt.
Garten & Outdoor
Der Außenbereich wurde als Fortsetzung des Hauses konzipiert, nicht als eigenständiges Projekt, sondern als eine Weiterführung des gleichen Gedankens im Außenbereich.
Für den Eingangsbereich lautete die Vorgabe: praktisch und zurückhaltend elegant. Das Haus liegt etwas erhöht, daher musste der Zugang vom ersten Moment an durchdacht wirken. Eine immergrüne Struktur war entscheidend: Geschnittene Buchsbaumkugeln rahmen die Eingangstreppe ein, und zu beiden Seiten sorgen wolkenförmig geschnittene Osmanthus-Hecken zu jeder Jahreszeit für einen beständigen grünen Hintergrund. Großzügiger Kies bietet Platz für mehrere Autos und ermöglicht ein einfaches Manövrieren – ein Detail, das wichtiger ist, als es klingt, wenn man in einem Haus dieser Größe wohnt.
Die überdachte Terrasse wurde bewusst im rechten Winkel zur Küche angelegt und nicht als geradlinige Erweiterung, um Privatsphäre zu schaffen und Schutz vor dem Wind zu bieten.
Die gleichen Ziegel, die gleiche Balkenkonstruktion, die gleiche Farbpalette wie beim Haus – es wirkt wie ein einziges Gebäude, nicht wie ein Anbau. Der Travertinboden setzt sich vom Innenbereich nach draußen fort. Der hölzerne Kronleuchter über dem Esstisch im Freien erinnert an den in der Küche.
Der Garten hinter dem Haus zeichnet sich durch eine bewusste Zweiteilung aus. Auf der einen Seite erstreckt sich ein Swimmingpool entlang einer Kiesterrasse – klare Linien, strukturierte Bepflanzung, ein Ort für Sommermorgen und lange Nachmittage.
Hinter der Terrasse mit Essbereich öffnet sich der Garten zu einem etwas wilderen Bereich: einer üppig bepflanzten Rabatte aus Stauden und Sträuchern, die in den wärmeren Monaten besonders zur Geltung kommt, aber auch im Winter ihre Reize entfaltet. Wenn man an einem grauen Januartag drinnen sitzt und durch die Fenstertüren blickt, sieht man auf diese Rabatte und dahinter hindurch bis zum alten städtischen Obstgarten, in dem Pferde grasen. Dieser Ausblick ist kein Zufall.
"Der Verkauf des von Brigitte Filippini entworfenen Bungalows war eine bemerkenswerte Erfahrung. Die durchdachte Architektur und das unverwechselbare Design zogen sofort die richtigen Käufer an und führten zu einem raschen Verkauf. Die stilvolle Kücheninsel mit ihren weichen Kurven und dem Natursteinhintergrund brachte Ästhetik und Funktionalität perfekt in Einklang. Die Kombination aus Minimalismus, biophilem Design und warmen, erdigen Tönen schuf eine ruhige und einladende Atmosphäre, die bei den Käufern großen Anklang fand.
Ein Haus nicht nur zum Bewundern, sondern auch zum Erleben".


